
Warmgewalzte Formstähle für PV-Stahlunterkonstruktionen und vorgehängte hinterlüftete Fassaden
PV-Stahlunterkonstruktionen und vorgehängte hinterlüftete Fassadensysteme aus warmgewalzten T-Profilen und Winkelstählen bieten ein optimales Verhältnis von Biegesteifigkeit zu Eigengewicht. Darüber hinaus ermöglicht die Verwendung von Formstählen aus Baustahl der Güten S235JR, S275JR und S355J2 die Aufnahme komplexer Wind- und Schneelasten. Dies beugt Mikrorissen in Photovoltaik-Modulen vor und garantiert eine langjährige Tragfähigkeit der Konstruktion.
Anwendung von T-Profilen und Winkelstählen in Unterkonstruktionen für hinterlüftete Fassaden und Solarparks
PV-Stahlunterkonstruktionen und moderne vorgehängte hinterlüftete Fassadensysteme bilden das Fundament des zeitgemäßen Industrie- und Energiebaus. Die richtige Wahl der Walzprofile entscheidet daher direkt über den störungsfreien Betrieb der Objekte. Zudem zeichnen sich warmgewalzte offene Profile durch eine deutlich höhere Tragfähigkeit aus als ihre kaltgeformten, dünnwandigen Pendants. Infolgedessen gelten warmgewalzte Stahlelemente als Garant für Zuverlässigkeit unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen.
1. PV-Stahlunterkonstruktionen und Fassaden: Mechanische und umweltbedingte Anforderungen
Moderne PV-Stahlunterkonstruktionen sind kontinuierlich wechselnden atmosphärischen Belastungen ausgesetzt. Gemäß der Norm PN-EN 1991-1-4 auf der PKN-Website müssen Tragrahmen daher erhebliche Kräfte aus Winddruck und Windsog aufnehmen. Zusätzlich sind das Eigengewicht der Bekleidung und Schneelasten zu berücksichtigen.
Zur Einhaltung des Grenzzustands der Gebrauchstauglichkeit (GZG) dürfen die maximalen Durchbiegungen der Elemente die zulässigen Werte nicht überschreiten. Ebenso kritisch sind jedoch Winkelverformungen des Rahmens. Selbst geringfügige Abweichungen können bei Solarparks zu Mikrorissen in der Siliziumstruktur der PV-Zellen führen.
2. Winkelstähle und T-Profile in Fassaden und Photovoltaik-Moniaggestellen
Hinterlüftete Fassaden erfordern eine hohe Steifigkeit des Traggestells. Gleichzeitig wird angestrebt, die Kontaktfläche zur Wand zu minimieren, um Wärmebrücken zu reduzieren.
- Winkelstähle in Konsolen und Unterkonstruktionen: Für die Wandbefestigung werden häufig gleichschenklige Winkelstähle und ungleichschenklige Winkelstähle eingesetzt. Da die Geometrie ungleichschenkliger Schenkel eine Ausrichtung des Biegemoments in Richtung der höheren Belastung ermöglicht, wird eine Reduzierung der Gesamtmasse der Konstruktion erreicht.
- T-Profile als Haupttragprofile: An den vertikalen Stößen von Fassadenplatten stellen warmgewalzte T-Profile die optimale Lösung dar. Der breite Flansch des T-Profils garantiert eine stabile Auflagefläche, während sein Steg Querkräfte effizient überträgt.
3. Langlebige PV-Stahlunterkonstruktionen für freistehende Solarparks
Bei der Planung von Großflächen-Solarparks ist die Widerstandsfähigkeit der Konstruktion gegen dynamische Windböen entscheidend. Aus diesem Grund weisen PV-Stahlunterkonstruktionen aus warmgewalzten Profilen deutliche Vorteile gegenüber kaltgeformten Profilen auf.
| Technischer Parameter | Warmgewalztes Profil (z. B. T-Profil / Winkelstahl) | Dünnwandiges kaltgeformtes Profil |
| Wandstärke (t) | Standardmäßig ≥ 4,0 mm | Möglichst 1,5 – 2,5 mm |
| Biegesteifigkeit / Beulwiderstand | Sehr hoch (steifer Querschnitt) | Anfällig für lokale Verformung |
| Korrosionszuschlag | Hervorragend (hohes Materialaufmaß) | Eingeschränkt an Schnittkanten |
In Mehrstützgestellen werden auch UPN-U-Profilstähle als Tragerfetten eingesetzt. Bei individuellen Projektanforderungen bieten maßgeschneiderte Sonderprofile die passende Lösung. Dies gibt Investoren volle Sicherheit hinsichtlich der geometrischen Passgenauigkeit. Eine schnelle Ermittlung des Tonnagebedarfs ermöglicht zudem der Stahlgewichtsrechner, der direkt mit dem WOST-Produktkatalog verknüpft ist.
4. Korrosionsschutz: PV-Stahlunterkonstruktionen unter anspruchsvollen Bedingungen
Sowohl Solarparks als auch Gebäudehüllen befinden sich in Außenbereichen der Korrosivitätseinstufung C3 bis C5. Ein wirksamer Oberflächenschutz des Stahls hat daher höchste Priorität.
- Feuerverzinken (PN-EN ISO 1461): Warmgewalzte Profile weisen höhere Wandstärken auf. Dadurch entsteht beim Tauchprozess eine dicke Fe-Zn-Legierungsschicht, die einen Schutz für Jahrzehnte bietet.
- Vermeidung galvnischer Korrosion: Der direkte Kontakt von Stahl mit Aluminium (z. B. dem Rahmen des PV-Moduls) erfordert den Einsatz von Isolierunterlegscheiben aus EPDM. Andernfalls kommt es zur Bildung eines galvanischen Elementes.
5. Zusammenfassung und Profilauswahl von WOST S.A.
Zusammenfassend stellen PV-Stahlunterkonstruktionen und Fassadenunterkonstruktionen aus warmgewalzten Profilen eine verlässliche ingenieurtechnische Lösung dar. Da Baustahl der Güte S355J2 eine hohe Streckgrenze aufweist, lässt sich die Masse der Konstruktion bei voller Tragfähigkeit optimieren.
Wir laden Sie ein, sich mit den Unterlagen in unserem Lieferprogramm für Formstahl vertraut zu machen. Unser technischer Beratungsservice steht Ihnen über die Seite Kontakt und Kundenservice gerne bei der Auswahl der passenden Parameter zur Seite.

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